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Kein Vorbereitungskurs in 2020

Sehr geehrte Interessierte für den Fischereikurs,

auf Grund der Pandemie und der Örtlichkeiten kann der Fischereiverein March-Neuershausen e. V. im Jahr 2020 weder einen Vorbereitungskurs anbieten, noch durchführen. Wir planen bereits, in 2021 Kurse wieder anbieten zu können.

Bitte wenden Sie sich an andere Kursanbieter in Ihrer Nähe.

Bleiben Sie Gesund. Es Grüßt Sie mit einem freundlichen Petri Heil

der Vorstand des FV March-Neuershausen

 

Absage vom Anfischen 2020

Liebe Angelkameraden,

auch wenn die Fische schon lange im See schwimmen, mussten wir das Anfischen wegen der allseits bekannten Pandemie absagen. Nur mit einem strikt eingehaltenen Abstand zu Personen können wir die Krise bald überstehen und zur Normalität zurückkommen. Wer dieser Homepage nicht glaubt, darf sich gern das Anschreiben von Daniel als pdf ansehen. Es ist über diesen Link zu erreichen: Anschreiben Absage Anfischen 2020. Wer fischen gehen will, soll das tun. Es ist reiner Nahrungserwerb. Doch eine Bitte: Haltet Abstand von einander. Gern eine Angelruten-Länge, und damit ist KEINE Eisangel gemeint, oder mehr. Vielen Dank an Euch und habt Verständnis.

Kurzer Bericht der Mitgliederversammlung 2020

Wir Mitglieder haben uns am 06.03.2020 im Bürgerhaus Buchheim getroffen. Die vier Ortsvorsteher waren eingeladen und haben den Ausführungen der Vorstände gelauscht, Herr Bürgermeister Mursa hat sich im Vorfeld entschuldigen müssen. Insgesamt verlief die Versammlung ruhig und gelassen, gestellte Fragen und Zusammenhänge wurden erläutert und die gesamte Vorstandschaft entlastet. Natürlich gab es auch Ehrungen für langjährige Mitglieder und Tätigkeiten im Vorstand. Den beiden ausscheidenen Vorständen wurde mit einem Präsent für die geleistete Arbeit gedankt, gefolgt von einem Applaus der Anwesenden Teilnehmer der Versammlung.

Die beiden Vorstandspositionen wurden wiederbesetzt, wir wünschen den beiden „neuen“ alles Gute mit den kommenden Aufgaben, unterstützt von den „alten Hasen“. Jedem Neubeginn wohnt ein Zauber inne! Daniel schloss die Versammlung mit den Worten: „Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen, eine gute Heimreise und viel Petri Heil in der Angelsaison.“ Dem schließt sich der Schreiber dieser Zeilen an. 

!Update! Gewässerputzete in Buchheim, Hugstetten und Neuershausen

ABGESAGT: Gewässerputzete in Buchheim und Hugstetten am 21.03.2020 und in Holzhausen am 28.03.2020; Im Oktober auch in Neuershausen

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde des FV MN, auch in diesem Jahr reinigen wir wieder „unsere“ Gewässer von Unrat und sonstigem Kram zusammen mit den Ortschaftsverwaltungen. Wie in jedem Jahr beginnt der FV um 8 Uhr am Lager, gegen 12 Uhr wird dann gemeinsam gegessen und der Müll bestaunt. Mal sehen, was wir dieses Jahr alles finden… Selbstverständlich werden die geleisteten Stunden auf die Jahresstunden angerechnet. Also los. Kommt zum Lager und helft mit, die Gewässer und Ortschaften sauber zu halten. Bei unserem regulären 3. Arbeitseinsatz bilden wir wieder mindestens zwei Gruppen. Eine für die Arbeiten am Gewässer, die andere für die Sauberkeit.

Knacken im Gebüsch

Wie die anderen Jahre war auch der Flug schon im Jahr vorher gebucht, das Wohnmobil bestellt und die Ruten in das Wasserrohr aus Plastik eingepackt. Es sind ja nur die schweren Ruten, die leichten für die heimischen Vereinsgewässer oder den Rhein warten auf ihren Einsatz in der Garage auf den Leisten. Für Kanada ist leichte Ausrüstung überflüssig. Überflüssig sind auch die Worte des Chauffeurs, den unser Angler im Beruf hatte, in den heutigen Zeiten eines Navigationsgerätes. Das Navi verfährt sich nicht, anders der Chauffeur. Hatte er sich mal im Bundesland verfahren, lehnte er sich vor, schaut aus dem Fenster zur Seite nach links, nach vorn und zur rechten Seite. Der Mitfahrer wusste dann schon was kommt: „Aber schön ist es hier!“ Die Worte kamen so sicher, wie es hässliche Landschaften gibt, in denen er sich verfahren hat. Ganz anders in Kanada an einem Fluss im Juli. Die Lachse zieht es aus dem Pazifik hoch hinauf in die Berge, bis das Wasser keine 50 cm Mächtigkeit mehr hat. Dort hin, wo auch die Wohnmobile gestellt werden dürfen. Einhundert Meter vom Fluss, dazwischen nur Gestrüpp und trockene, umgesägte Bäume, die alle noch ihre Krone tragen. Wie riesige Rothirsch-Geweihe ragen sie aus dem Unterholz, grau mit Spitzen daran. Sie hantiert im Wohnmobil, liest ein Buch, richtet ihm den schottischen Whiskey alle zwei Stunden und er drillt und wirft wieder aus, drillt wieder, wirft aus. Sein Gefühl zeigt ihm: „Genau, zwei Stunden sind um, dass Getränk sollte kommen.“ So wundert es ihn nicht, dass es im Holz hinter ihm knackt, als er einen mindestens vierzig pfündigen Fisch drillt, dem weiten Ansehen nach ein Königslachs, beäugt von einem ausgewachsenen Weisskopf-Seeadler auf der anderen Flussseite auf einem von einem Sturm gebrochenen Baum. Gefischt wird nicht nach alter indianischer Tradition mit Lachseiern, sondern mit Gummifisch oder Spinner der Größe vier. Alles andere kostet eine Menge Strafe und Beschlagnahme der Ausrüstung. Auch das ist ein Wissen, welches unser Angler schon einmal praktisch erfahren hat. Jetzt hängt am Blinker ein Fisch, der beim Näherdrillen seltsam aussieht. Von stromaufwärts nähert sich ein Boot mit einem heimischen Angler drin, der aufgeregt auf den Fisch zeigt: „You are stupid. It‘s a White Sturgeon! He ist under protect in this district of the river. You have to let them free! Fast!“ „Wie denn?“, denkt der Wohnmobilist. Erst muss ich ihn an Land haben und den Haken raus. Unwissend bestätigt er dem Bootsfahrer die sofortige Freilassung des „White Sturgeon“ von seinem Schonhaken mit einem Nicken. Der Fisch ist tatsächlich ein weißer Stör, der nicht ans Ufer will. Mit kräftigem Schütteln des Fisches fliegt der Schonhaken durch die Luft, taucht in die spritzenden Fluten ein, die Schnur ist locker und nicht da getaucht, wo sie der Angler haben wollte. Doch bevor er drillen kann, zerrt ein Biss an der Rute. Wieder ein Fisch, wo eigentlich nach dem Angelwissen keiner sein dürfte. Und was für einer. Die 150 Gramm Wurfgewicht-Rute biegt sich beängstigend durch, die Bremse wird gelockert und Schnur läuft surrend ab. 50 m, 100 m, 150 m, Kehrtwende. Die Schnur muss aufgedrillt werden, der Fisch hat gewendet, von mit dem Strom, jetzt stromaufwärts. Die Sehne ist noch immer locker, wird schweißtreibend auf die Spule gebracht. Wieder ein Knacken im Geweih-Gewirr, für das unser Angler kein Ohr hat. Er kämpft mit dem Equipment und dem Kraftpaket vor ihm im Wasser. Catch and release heißt das Motto in Kanada. Noch im Drill werden die Muskeln lahm. Vom Fisch und vom Angler. Ein Stör und ein großer Lachs sind wahre Athleten, die einen Friedfischangler übers Jahr fordern, wenn sie bei ihm gebissen haben. Bald ist es auch geschafft, der Königslachs, diesmal ist es einer, zappelt auf dem Ufersand. Wieder ein Knacken, hintendrein die Worte: „Stell‘ den Whiskey auf den Baumstumpf neben mir. Ich trinke ihn gleich.“ Schnell blickt er sich um zum Wohnmobil und sieht seine Frau. Sie blickt bleich aus dem Fenster und zeigt mit aufgerissenen Augen neben ihren Mann ins Unterholz. In Zeitlupe dreht sich der Kopf weiter zu dem imaginären Punkt, auf den seine Frau zeigt. Diesmal ragt kein graues Ästlein aus dem Grün, sondern ein dunkelbraunes Etwas. Mindestens doppelt so groß wie unser Angler und schwer. Behaart und aufrecht stehend, nicht den Angler im Blick, sondern den Königslachs neben ihm. Grizzly und Lachs. Dazwischen ein Angler, nur mit einer Rute bewaffnet. Die Frau klopft auf die Außenwand des Wohnmobils, der Grizzly wendet sich um, der Angler tritt über den Lachs hinweg am Fluss stromabwärts, der Weißkopfseeadler erhebt sich mit drei Flügelschlägen und zieht mit wenigen Schwüngen hinter der Flussbiegung stromaufwärts seines Weges. Was denkt wohl der Bär: „Angler oder Lachs?“

Die besondere Wasserkugel

Wir alle kennen die Form einer Kugel. Schön und gleichmäßig zu allen Seiten. Die Fische kennen die Form aber auch, die so lässig auf dem Wasser aufklatschen und mit einer Schnur verbunden sind. Manch eine Schnur hat einen Haken, besonders die an Seen mit Fischen darin. Mit einem kleinen Wurm daran oder etwas anderes wohlschmeckendes. Manch ein Kamerad hat daraufhin das kühle Etwas freudig zappelnd verlassen und kehrte nie wieder zurück, weil es in der anderen Welt so schön ist. Doch diese blöden Kugeln zeigen eben Gefahr, wenn man die nasse Welt beibehalten möchte. Ein Angelkamerad fischt seit Ewigkeiten mit den kugeligen oder eiförmigen Schwimmern, auch wenn schon seit Zeiten keine Fische mehr beißen. Hartmut ist da ein ganz anderer Typ. Er hat auch Kugeln und Wassereier zum Fischen, weiß auch, dass die Salmoniden nicht mehr beißen. Also, denkt er sich, forme ich doch die Kugeln um. Schnell ist aus Gips eine Brotoberfläche abgeformt, die Kugeln warm gemacht und auf das Gipsbrot gedrückt. Das Plastik der Kugel wird platt und rau, mit einer Flamme etwas goldbraun gefärbt und ab geht es zum Angeln. Die Brotflocken kennen die Fische, lecker schmecken sie auch. Auch sinken sie zu Boden, ohne Haken. Gefährlich sind die Flocken auf dem Boden, sie sind hart und metallisch. Nun, denn, Hartmut wirft die Brotkugel aus, am Haken ist auch Brot mit Rinde und die Pose fliegt weit raus auf die tänzelnden Wellen. Keine zwei Minuten später beißt ein Karpfen von der Sorte, die schon lange nicht mehr gebissen haben. Er verlässt das kühle Nass und kehrt nicht wieder, ebenso die beiden anderen, die im Abstand von sieben Minuten sich haben täuschen lassen. Eine neue Wasserkugel ist erfunden. Nennen wir sie Meyers-Kugel.